Das idiopathische nephrotische Syndrom (INS) ist die häufigste glomeruläre Erkrankung im Kindesalter. Lange galt es als klinisch definierte, unspezifische Entität, deren Behandlung sich primär an der Glukokortikoid-Sensitivität orientierte. Neue Erkenntnisse zeichnen jedoch ein präziseres Bild: Idiopathisches nephrotisches Syndrom – insbesondere die steroid-sensitive Form – ist in wesentlichen Teilen als autoimmun getriebene Erkrankung zu verstehen, in der B-Zell-Dysregulation, Autoantikörper gegen podozytäre Antigene und genetische Prädispositionen zusammenwirken. Damit eröffnet sich ein neues Paradigma in Pathogenese, Diagnostik und Therapie, das den Weg für individualisierte Ansätze ebnet.
Autoren
- Tanja Schliebe
Publikation
- Nephrologie-Special
Related Topics
Dir könnte auch gefallen
- Vom Symptom zur Diagnose
Pneumologie – Covid-19: ein Rückblick
- Altersbedingte neurokognitive Störungen
Neuroprotektive Wirkungen des Ginkgo-biloba-Extrakts
Wie Herkunft und Wohnort den CF-assoziierten Diabetes fördern
- Pankreaskarzinom
Innovative Früherkennung mit Fokus auf Liquid Biopsy und KI
- Vom Symptom zur Diagnose
Abdominalschmerz – Prostataabszess
- Asthma in der Schwangerschaft
Bis zu 40% erleiden Symptomverschlechterung während der Gravidität
- Vom Symptom zur Diagnose
Komplizierte Nierenzysten
- Schweres Asthma und CRSwNP